Barrierefreiheit
Die schönsten und interessantesten Seiten im Internet sind nur dann wirklich schön und interessant, wenn sie von allen Menschen tatsächlich genutzt werden können; Stichwort "Barrierefreiheit". Dazu müssen jedoch gewisse Standards eingehalten werden, die dazu führen, dass einige technische und gestalterische Möglichkeiten nicht genutzt werden dürfen.
Seit 1. Mai 2002 gibt es das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen. Kernstück dieses Gesetzes ist die Herstellung barrierefrei gestalteter Lebensbereiche.
Behinderte Menschen sollen zu allen Lebensbereichen einen umfassenden Zugang und eine uneingeschränkte Nutzung haben.
Dies betrifft z.B. die Barrierefreiheit im Verkehr, beim Bauen und Wohnen und im Internet.
Ziel der Stadt Bühl ist es, die Internetseiten so zu gestalten, dass jede/r BenutzerIn sie gleichermaßen gut lesen kann, egal ob er/sie alt oder jung ist, ob er/sie behindert ist oder nicht. Gleichzeitig sollen die Seiten aber auch graphisch ansprechend und technisch modern sein und das alles unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte. Somit gibt es für die Stadt Bühl in der Gestaltung der Homepage, wie beispielsweise Animationen und Farben, immer wieder Einschränkungen. Wobei das Ziel vollständiger Barrierefreiheit schwierig zu erreichen ist, wir sprechen von einem barrierearmen Internetauftritt.
Die Stadt Bühl hat sich deshalb für das von der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden Franken (KIVBF) empfohlene Content-Management-System dvv.Portalplattform entschieden.
Derzeit erfüllen unsere Webseiten die Kriterien der Barrierefreiheit in hohem Maße. Durch die ständige Weiterentwicklung der dvv.Portalplattform wird zudem dafür Sorge getragen, dass dies auch künftig so bleibt bzw. weitere Optimierungen erfolgen.
Das Problem, dass Menschen mit einer Behinderung bei einigen Techniken der Webprogrammierung die Seiten nicht lesen oder navigieren können, sollte somit nicht auftreten. Sollte Ihnen, trotz aller Sorgfalt, der Zugang auf Informationen dieser Webseiten erschwert sein, bitten wir Sie, sich mit uns per Mail in Verbindung zu setzen.
Barrierefrei - Was ist das?
Die Idee der Barrierefreiheit zielt auf den Abbau der Schranken, die Menschen an der Teilnahme und Teilhabe am öffentlichen und privaten Leben teilweise oder ganz hindern.
Dies kann erreicht werden durch Orientierungshilfen für blinde und sehbehinderte Menschen, weiterhin durch Kommunikationshilfen für hörbehinderte Menschen, aber auch z.B. für Analphabeten, allgemein durch barrierefreies Bauen, dass die Verschiedenheit der Menschen mit berücksichtigt.
Was sind Barrieren?
Barrieren bestehen praktisch überall: auf Straßen und Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten, in Läden, Büros, Arbeitsstätten, Wohnbauten etc.
Barrieren sind Hindernisse, die grundsätzlich jeden Menschen betreffen können. Es hängt jedoch von der Lebenssituation jeder einzelnen ab, ob und wann eine Barriere wirksam wird. Stufen stellen beispielsweise für viele Menschen erst einmal kein Problem dar. Ist allerdings jemand auf Geh-Hilfen angewiesen oder mit dem Kinderwagen unterwegs, wird jede Stufe zum Hindernis, für RollstuhlfahrerInnen oftmals zu einem unüberwindbaren.
Barrieren können also sein:
Stufen, Treppen, Bordsteine, Kopfsteinpflaster, zu steile Rampen, geringe Türbreiten und zu schmale Gänge, hohe Regale, zu hoch angebrachte Geldautomaten etc., allesamt Barrieren, die die Mobilität betreffen.
Kommunikationsbarrieren:
Neben den baulichen Barrieren existieren auch solche, die die Kommunikation beeinträchtigen und/oder verhindern. Es ist immer noch keine Selbstverständlichkeit, Ampelanlagen, Aufzüge etc. mit akustischem Signal für blinde und sehbehinderte Menschen auszustatten, Schreibtelefone und GebärdensprachdolmetscherInnen für hörgeschädigte Menschen zur Verfügung zu stellen. Kommunikationsbarrieren können auch durch die Verwendung einer verständlichen Sprache abgebaut werden.
Barrieren können also auch sein:
- zu kleine Schriften,
- zu wenig Kontrast bei Schriften und Markierungen,
- schlechte Beleuchtungsverhältnisse,
- Speisekarten ohne Braille-Schrift,
- Theater ohne Induktionsschleifen,
- Veranstaltungen ohne Gebärdensprachdolmetscherinnen etc. etc.
Zwischen Mobilitäts- und Kommunikationsbehinderung gibt es keine klare Trennungslinie. Menschen, die in ihrer Mobilität behindert werden, erfahren auch oft den Ausschluss von Kommunikationsmöglichkeiten, da viele Räume des Dialogs für sie nicht zugänglich sind.
Ein Bordstein stellt für einen Menschen im Rollstuhl eine Barriere dar. Für einen blinden Menschen ist er keine Barriere, sondern unverzichtbarer Informationsträger ("hier beginnt die Straße"), der Kommunikation mit ermöglicht. An diesem Beispiel sieht man, dass die Bestimmung einer Barriere immer an die jeweilige Lebenssituation gebunden ist. Es gilt also aufzupassen, dass der Abbau einer Barriere nicht eine neue erzeugt. Hier sind Kompromisse, besser noch intelligente Lösungen gefragt: Barrieren abzubauen und gleichzeitig deren Kommunikationsgehalt zu erhalten muss die Devise lauten.
Was bedeutet Barrierefreiheit im Internet?
„Barrierefreiheit“ beschreibt den ungehinderten Zugang zu Informationen im Internet in erster Linie für behinderte Internetnutzer.

