8. Internationales Bühler Bluegrass Festival
am Freitag, 14. und Samstag 15. Mai 2010
Das 8. Internationale Bühler Bluegrass Festival findet am Freitag, 14. und Samstag, 15. Mai 2010 statt.
Bluegrass-Bands
Termine & Preise
Sonderprogramm & Jam-Sessions
Allgemeines zum Thema Bluegrass
Bluegrass-Bands

Uncle Earl (USA)

James Talley (USA)

4Wheel Drive (NL)

The Midnight Ramblers (USA)

G2 Bluegrass Band

The Sons of Navarone
Moderation: Walter Fuchs
Termin & Preise
Freitag, 14. Mai 2010
Beginn um 19:00 Uhr - Einlass ab 18:30 Uhr
Vorverkauf: 16,00 Euro
Abendkasse: 18,00 Euro
Samstag, 15. Mai 2010
Teil 1 - Beginn um 14:00 Uhr - Einlass ab 13:30 Uhr
Teil 2 - Beginn um 19:00 Uhr - Einlass ab 18:30 Uhr
Vorverkauf: 25,00 Euro
Tageskasse: 27,00 Euro
Festivalpass
Der Festivalpass gilt an beiden Tagen
Vorverkauf: 38,00 Euro
Abendkasse: 40,00 Euro
Sonderprogramm & JAM-Seesions
Kostenlose Vorführungen finden am Samstag, 15. Mai in der Innenstadt auf der Open-Air-Bühne am Johannesplatz statt.
10:30 Uhr - 4Wheel Drive & Jolanda Peters (USA/NL)
12:00 Uhr - The Midnight Ramblers (USA)
Besucher des Festivals können sich im Foyer des Bürgerhauses Neuer Markt zu den sogenannten Jam-Sessions zusammenfinden. Diese Möglichkeit besteht auch am Samstag in der der Fußgängerzone.
Allgemeines - Was ist Bluegrass?
Geschichte des Bluegrass von Walter Fuchs
Die „Bluegrass Music“ kommt ursprünglich aus dem Südosten der USA. Auf der Basis der alten Fiddle Tunes und der Stringband Musik, sprich der traditionellen Musik des ländlichen Südens der USA mit ihren starken anglo-keltischen Wurzeln, hat sich ab Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts ein Stil der Country Music entwickelt, der ab Mitte der 40er Jahre als „Bluegrass“ in die Geschichte der ländlichen Musik Amerikas eingehen sollte. Der Sänger und Mandolinenvirtuose Bill Monroe aus dem US-Bundesstaat Kentucky, dem sogenannten „Bluegrass State“, hat ab Ende der 30er Jahre mit seiner Band heftig experimentiert und eine ungeheuere Sturm- und Drangphase durchgemacht. Zunächst hat er die Musik „demokratisiert“. War früher die Fiddle fast ausschliesslich das Melodieinstrument, so wurden bei Bill Monroe die Instrumente gleichwertig behandelt. Jeder Musiker, ob Fiddler, Gitarrist, Mandolinenspieler oder Banjozupfer, alle mussten solistische Fähigkeiten mitbringen und mussten vor allem in der Lage sein, jazzmässig zu improvisieren. Dies vor allem macht neben den Songtexten den hohen intellektuellen Anspruch der Bluegrass Music aus, die übrigens ihren Namen mit Hilfe der amerikanischen Radio Disc Jockeys bekam. Die nannten nämlich die Musik von Bill Monroe & His Bluegrass Boys einfach kurz und bündig „Bluegrass Music“. Wichtiges Merkmal dieser Bluegrass Music: Sie wird „unplugged“ gespielt, das heißt rein akustisch produziert. Das Banjo wird dabei im sogenannten „3-Finger-Picking-Stil“ gezupft, was eine sehr rasante, synkopierte Spielweise erlaubt. Die klassische Besetzung einer Bluegrass Band ist auch heute noch: Fiddle, Gitarre, Banjo, Mandoline und Kontrabass, wobei längst auch die Dobro-Gitarre (Resonatorgitarre gespielt im hawaiischen Stil mit Steelbar und Fingerpicks) große Bedeutung gewonnen hat. Ab Ende der 40er Jahre breitete sich die Bluegrass Music in den USA, vor allem im Südosten, sehr rasch aus, sie wurde immer populärer und neue Bands schossen wie Pilze aus dem Boden. Auch an der Westküste etablierte sich eine lebendige Bluegrassszene und als Bluegrass Bands auch beim Newport Folk Festival und sogar in der New Yorker Carnegie Hall frenetisch gefeiert wurden, da war das Eis gebrochen. Man überschritt die Landesgrenzen und längst existiert auch in Japan und in Europa, vor allem in Holland, Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz eine lebendige Bluegrassszene, die auch von den Amerikanern anerkannt wird. Walter Fuchs

