Freilaufende Hunde können für Wildtiere fatale Folgen haben. Die Stadt Bühl bittet Hundehalter, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen und ihren Hund in freier Natur an die Leine zu nehmen. Dies gilt besonders für das Naturschutzgebiet Waldhägenich. Dort herrscht per Verordnung Leinenzwang.
Aber auch außerhalb ist das Anleinen der Hunde in freier Natur ein Beitrag zum Schutz wild lebender Tierarten. Gerade jetzt sind Jungtiere unterwegs: Rehkitze springen in Wiesen, junge Feldhasen sitzen geduckt in Ackerfurchen, unerfahrene Fasanen und Rebhühner spazieren durch Brachen. Freilaufende Hunde stellen für sie eine Gefahr dar. Bei manch einem Hund, der im häuslichen Umfeld brav und folgsam ist, wird in Feld und Flur sein natürlicher Raubtierinstinkt geweckt. Er geht, wenn er von der Leine gelassen wird, querfeldein und nimmt Fährte auf. Schnell ist ein Maulwurfsnest mit nackten Jungen freigelegt, ein Rebhuhn gescheucht oder ein junger Feldhase gerissen. Herrchen oder Frauchen bekommen von diesem Treiben mit fatalen Folgen für Wildtiere oft nichts mit. Sie wundern sich nur, warum ihr Schützling so lange im Gebüsch und in Wiesen verschwindet.

