Integrations- und Sprachkurse

Die Stadt Bühl ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannter Träger für Sprach- und Integrationskurse. Alle Zugewanderten, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten, können unter bestimmten Voraussetzungen an einem Integrationskurs teilnehmen. In einem persönlichen Gespräch werden die individuellen Bedingungen geklärt.

Der Lehrgang wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziell unterstützt. Migranten müssen sich in der Regel mit 1,95 Euro pro Unterrichtsstunde an den Kosten beteiligen. Eine Kostenbefreiung kann bei Erhalt von Arbeitslosengeld 2 beantragt werden. Auch eine selbstfinanzierte Teilnahme ist selbstverständlich möglich (3,90 Euro pro Unterrichtsstunde). Abschluss ist der Deutsch-Test für Zuwanderer mit den Zertifikaten A2V bis B1. Vor Beginn des Kurses gibt es einen Einstufungstest, dessen Ergebnis entscheidend ist, welcher Kurs besucht wird. Die Kurse finden in der Regel drei Mal wöchentlich statt (entweder morgens oder abends) und bestehen aus einem Sprach- und einem Orientierungskurs.

Öffnungszeiten:

Montag: 08:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag: 08:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 08:00 bis 12:00 Uhr
oder nach vorheriger Terminvereinbarung.

Kurse im Detail

Der Sprachkurs im allgemeinen Integrationskurs dauert insgesamt 600 Unterrichtseinheiten (sechs Module) à 45 Minuten. Im Sprachkurs werden wichtige Themen aus dem alltäglichen Leben behandelt, zum Beispiel:
  • Arbeit und Beruf
  • Aus- und Weiterbildung
  • Betreuung und Erziehung von Kindern
  • Einkaufen/Handel/Konsum
  • Freizeit und soziale Kontakte
  • Gesundheit und Hygiene/menschlicher Körper
  • Medien und Mediennutzung
  • Wohnen

Außerdem lernen Sie, auf Deutsch Briefe und E-Mails zu schreiben, Formulare auszufüllen, zu telefonieren oder sich auf eine Arbeitsstelle zu bewerben.

Der Sprachkurs schließt mit der Prüfung „Deutsch-Test für Zuwanderer" (DTZ) ab.
Im Anschluss an den Sprachkurs besuchen Sie den Orientierungskurs. Er umfasst 100 Unterrichtseinheiten (ein Modul) à 45 Minuten. Im Orientierungskurs sprechen Sie zum Beispiel über
  • die deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur
  • Rechte und Pflichten in Deutschland
  • Formen des Zusammenlebens in der Gesellschaft
  • Werte, die in Deutschland wichtig sind, zum Beispiel Religionsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Den Abschluss des Orientierungskurses bildet der Test „Leben in Deutschland".
Wenn Sie immer ordnungsgemäß am Unterricht teilgenommen, aber in der Sprachprüfung des Abschlusstests das Sprachniveau B1 nicht erreicht haben, können Sie einen Antrag auf einmalige Wiederholung von 300 Unterrichtseinheiten stellen. Sie können auch noch einmal kostenlos an der Sprachprüfung teilnehmen.
Mit der erfolgreichen Teilnahme am Orientierungskurs können Sie auch Grundkenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung nachweisen. Diese werden bei einem Antrag auf Erteilung einer Niederlassungserlaubnis gefordert. In der Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" können Sie im Gesamtergebnis das Sprachniveau A2 oder B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen. Wenn Sie die Sprachprüfung auf der Stufe B1 und den Test „Leben in Deutschland" bestehen, haben Sie erfolgreich am Abschlusstest teilgenommen und erhalten das „Zertifikat Integrationskurs". Dieses kann Ihnen auch die Einbürgerung erleichtern. Wird durch das Zertifikat die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nachgewiesen, können Sie nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz damit die deutsche Staatsbürgerschaft schon nach sieben Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland beantragen (normal sind acht Jahre).