Gemeinsam statt alleine: Aus dem medialen Thema Einsamkeit, insbesondere bei älteren Menschen, entwickelte der Seniorenrat der Stadt Bühl sein neuestes Projekt. Ein Gesellschaftstisch soll als ein Ort der sozialen Begegnung dienen, um einen vertrauten Rahmen für Austausch, Kontakt und Teilhabe zu bieten, tagsüber und ohne feste Zeitvorgabe. Fündig bei der Umsetzung dieser Idee wurde der Seniorenrat bei den neuen Betreibern des „Gecco“ in der Bühler Hauptstraße. Eröffnet wurde der Plaudertisch im September 2026.
Bei der Suche nach einem geeigneten Gastrobetrieb, mit barrierefreiem Zugang und ebenerdigen Toiletten als Voraussetzung, war dieser Partner mit dem stadtbekannten „Gecco“ schnell gefunden. So lautet der Leitsatz des Ehepaars Hindemith seit der Wiedereröffnung des „Gecco“: „Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich jeder wohlfühlt – zum Genießen, Verweilen und Zusammenkommen“.
„Einladung zum Klönschnack“ weist ein Schild auf einem stilvollen Tisch aus den 60er Jahren auf das neue Angebot hin. „Klönschnack“ ist norddeutsch, woher die Hindemiths nach Bühl gekommen sind, und heißt Plaudertisch. Der „Klönschnack“ soll ein unkomplizierter Treffpunkt für Senioren sein, die gerne mit anderen ins Gespräch kommen möchten.
„Wir wollen die Mauern der Einsamkeit einreißen“, sagt Beate Richter, neben Monika Hummel und Christa Vetter eine der Initiatorinnen des Projekts. Das einfache Prinzip: Wer Gesellschaft sucht, setzt sich an den Tisch. Wer sieht, dass dort jemand sitzt, darf sich dazusetzen. Und wer mag, kann dann beim „Klönen“ ganztägig genießen, ob Frühstück, eine kleine Mittagsmahlzeit oder den hausgemachten Kuchen – eben „klönsnacken“, lacht Beate Richter.