Klimaschutz

Das Klima schützen bedeutet, die Erde für unsere Nachkommen zu erhalten, aber auch unsere eigenen Lebensgrundlagen zu sichern. Der Stadt Bühl ist dies ein großes Anliegen. Entsprechend aktiv sind wir, zum Beispiel seit 1995 als Mitglied des Klimabündnisses. 2017 haben wir ein integriertes Klimaschutzkonzept fertiggestellt und für dessen Umsetzung die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Außerdem sind wir Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK).

Bei seiner Sitzung am 10. Juli 2019 beschloss der Bühler Gemeinderat, den Klimanotstand auszurufen. Das Gremium stimmte einem Antrag der Freien Wähler mit großer Mehrheit zu. Es gilt nun, konkrete Leitplanken für die künftige kommunale Klimapolitik festzulegen. Der Klimaschutz soll sowohl als elementares Handlungsfeld in der Agenda der Stadt als auch im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger etabliert werden.

Möchten Sie selbst etwas zum Schutz des Klimas beitragen? Wir haben für Sie Hintergrundwissen zum Klimawandel, seinen Ursachen und Folgen zusammengestellt. Außerdem erhalten Sie Informationen, wie Sie durch Einsparung von Energie im Gebäude, im Haushalt, als Gewerbebetrieb oder bei der Mobilität sowie durch die Nutzung von erneuerbaren Energien selbst zum Klimaschutz beitragen können.

Klimaschutz ist Lebensschutz. Machen Sie mit!

Bühler Klimapolitik

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative hat die Stadt Bühl ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt. Darin wird zunächst der Ist-Zustand im Hinblick auf Energienutzung und Erzeugung von Treibhausgasen aufgenommen. Dabei werden einzelne Bereiche, sogenannte Sektoren, unter die Lupe genommen. Hierzu zählen die privaten Haushalte, die Industrie, der Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, der Verkehr sowie die Liegenschaften der Kommune. Aus diesen Daten wird ermittelt, wie hoch die Einsparmöglichkeiten sein können. Je nach gestecktem Ziel sind für die Erreichung unterschiedliche Anstrengungen erforderlich. Am Ende steht ein konkreter Plan – der Maßnahmenkatalog. Er beschreibt konkrete Klimaschutz-Projekte. Der Maßnahmenkatalog wurde von Bürgern, Vertretern der Wirtschaft und anderen lokalen Akteuren sowie der Verwaltung der Stadt Bühl zu den Themen Bildung & Information, Industrie, Konsum, Mobilität, private Haushalte sowie Verwaltung erarbeitet.

Unser Klimaschutzkonzept zum Download (Band 1)
Wenn Sie noch tiefer in das Bühler Klimaschutzkonzept einsteigen wollen, finden Sie in Band 2 zusätzliche Informationen. Den Band können Sie über das Klimaschutzmanagement bestellen.

Das Wichtigste in Kürze:

Hier finden Sie den Maßnahmenkatalog im Überblick sowie die Beschreibung der zehn Kern- und neun Ergänzungsmaßahmen.
Der Bühler Klimabeirat gründete sich am 24. Januar 2017 – also schon während der Erstellung des Klimaschutzkonzepts. Er ist mit Angehörigen des Gemeinderats und der Verwaltung sowie mit Vertretern der Wirtschaft und Bürgern besetzt. Vorsitzender ist Oberbürgermeister Hubert Schurr. Der Klimabeirat begleitet den Klimaschutzprozess strategisch, das heißt, er setzt Schwerpunkte im Klimaschutz und spricht Empfehlungen an den Gemeinderat aus. Zum Beispiel stimmte der Klimabeirat in seiner Gründungssitzung einstimmig dafür, die Idee einer Bühler „Klima‐Modellschule“ als ambitioniertes Vorhaben anzugehen. Zudem bringt der Klimabeirat eigene Themen ein und unterstützt die Arbeit des städtischen Klimaschutzmanagements zur Umsetzung unseres Klimaschutzkonzepts. Der Klimabeirat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Er tagt dreimal im Jahr.
Seit dem 1. Juni 2018 hat Bühl mit Monika Brudler eine Klimaschutzmanagerin. Ihre Hauptaufgabe ist es, die im integrierten Klimaschutzkonzept vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, um den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre zu verringern. Das Klimaschutzkonzept enthält einen Katalog mit 24 Maßnahmenpaketen. Die Vollzeitstelle sowie ergänzende Sachkosten und Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) über die Nationale Klimaschutzinitiative aufgrund eines Beschlusses des Bundestages gefördert. Der Zuschuss beträgt 65 Prozent der anfallenden Kosten. Der Förderzeitraum beläuft sich auf drei Jahre.