Erneuerbare Energien

Was sind eigentlich Erneuerbare Energien?

Erneuerbare Energien zeichnen sich dadurch aus, dass Sie nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind, wie die Sonne, oder sich in kurzen Zeiträumen erneuern lassen (Holz zum Beispiel). Vor allem aber setzen sie im Gegensatz zu fossilen Energieträgern bei der Nutzung kein klimaschädliches Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) frei. Bei der Verbrennung von Holz geht man hierbei von einem Kreislauf zwischen Aufnahme beim Wachsen und Freisetzung der gleichen Menge CO2 bei der Verbrennung aus.

Zu den Erneuerbaren Energien zählen:
  • Windenergie
  • Wasserkraft
  • Solarthermie (Wärmeenergie der Sonne)
  • Photovoltaik (Strom aus Sonnenlicht)
  • Umweltwärme (aus Umgebungsluft oder Grundwasser)
  • Geothermie (Energie aus der Erde)
  • Biomasse (Holz, Pellets)
  • flüssige Bioenergie (zum Beispiel Bioöl) oder Biogas (gewonnen aus Abfällen oder angebauten Pflanzen).

Die Erneuerbaren Energien werden zur Erzeugung von Wärme, Kälte, Strom oder als Treibstoff im Verkehr verwendet.


Wie ist der aktuelle Stand der Nutzung?

Erneuerbare-Energie-Quellen ersetzen die fossilen Energieträger Kohle, Erdgas und Öl. Dieser Ersatz ist im Bereich der Stromerzeugung aufgrund der zahlreichen Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen in Deutschland auf einem guten Weg. Im Jahr 2018 betrug der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch knapp 38 Prozent. Im Bereich der Wärmeerzeugung (Heizung, Warmwasser, Prozesswärme der Industrie) sowie der Herstellung von Kälte (Klimaanlagen, industrielle Kälteanlagen) haben die Erneuerbaren Energien einen deutlich geringeren Anteil von 13,9 Prozent. Weit abgeschlagen ist der Bereich Verkehr, in dem der Anteil der Erneuerbaren Energien im Jahr 2018 lediglich 5,6 Prozent des gesamten Energieverbrauchs betrug. In den Bereichen Wärme- und Kälteerzeugung sowie Verkehr besteht also ein großer Nachholbedarf. Zusammen betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien 16,6 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland im Jahr 2018.

Diagramm zur Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland, Stand: Februar 2019

Strom wird überwiegend direkt erzeugt, wie bei der Windenergie, der Wasserkraft oder der Photovoltaik. Er kann aber auch mittelbar aus Wärme (zum Beispiel solar- oder geothermische Kraftwerke) oder durch Verbrennung von Biogas erzeugt werden (zum Beispiel über Kraft-Wärme-Kopplung oder Brennstoffzellen).

Weitere Ausbaupotentiale für Strom werden hauptsächlich im Bereich der Windenergie (auf dem Meer und an Land) sowie der Photovoltaik gesehen. Wasserkraft und Biomasse stehen dagegen nur begrenzt zur Verfügung und ´die Potentiale sind nahezu ausgeschöpft.

Erneuerbare Wärme in der Praxis

Ein Netzwerk aus Bürgerinnen und Bürgern