Klimaschutz-Publikumspreis

Neben fünf Jurypreisen wird im Rahmen des Klimaschutzpreises auch ein mit 2.500 Euro dotierter Publikumspreis vergeben. Hierfür konnten Bühler Bürger ab 16 Jahren bis zum 10. September einmalig eine Stimme für ihr favorisiertes Projekt abgeben. Die Preisträger des Klimaschutzpreises werden im Oktober von Oberbürgermeister Hubert Schnurr ausgezeichnet.

Projektbeschreibungen

Auf dem privaten Hof einer Familie in Bühl-Vimbuch wurde im Juni 2020 ein Tauschregal errichtet („Nimms und Brings“), in welches Dinge gestellt werden können, die man nicht mehr benötigt, aber zu schade zum Wegwerfen sind. Gleichzeitig kann man etwas mitnehmen, das einem gefällt. Somit erfahren Konsumgüter eine Weiternutzung und werden vor der Entsorgung bewahrt. Das Tauschregal erfreut sich einer regen Nutzung von täglich rund 50 Tauschwilligen. Die Familie sorgt für ein aufgeräumtes Regal und übernimmt zum Teil die Entsorgung einiger Güter.

Nimms und Brings  Nimms und Brings

Im Jahr 2019 steigt eine Familie aus Bühl-Neusatz um auf die E-Mobilität. Der elektrische Kleinwagen tankt dabei den Strom, welcher über die hauseigene Photovoltaikanlage inklusive Stromspeicher bereitgestellt wird und erreicht damit einen Autarkiegrad von 50 Prozent. Der Restbedarf wird über einen Ökostromvertrag gedeckt.

E-Mobilität aus Strom  E-Mobilität aus Strom  E-Mobilität aus Strom

Die Kühl- und Gefriergeräte der Bühler Tafel sind in die Jahre gekommen. Die Tafel versucht die Energiekosten zu reduzieren und hat sich Unterstützung bei den Stadtwerken geholt. Es wurde festgestellt, dass die alten Gefriergeräte ein Kostentreiber sind und möglichst ersetzt werden müssen. Spenden wurden gesammelt und neue Anlagen angeschafft. Der Austausch fand Ende 2020 statt. Die jährliche Einsparung lässt sich auf 3.600 Kilowattstunden oder 1,5 Tonnen CO2 beziffern.

Kühlgerätetausch
Eine Familie in Bühl-Weitenung wechselt vom Heizölkessel zur Holzpelletheizung. Der Einbau eines Holzpellet-Lagers geschah dabei in Eigenregie und mit tatkräftiger familiärer Hilfe. Durch den Wechsel werden jährlich rund 8 Tonnen CO2 eingespart.

Brennstoffumstellung von Öl auf Holzpellets  Brennstoffumstellung von Öl auf Holzpellets  Brennstoffumstellung von Öl auf Holzpellets  Brennstoffumstellung von Öl auf Holzpellets
Seit 2018 arbeitete der Heimatverein Eisental e.V. zwei Jahre daran ein vernachlässigtes Wildpflanzenareal in einen Erlebnis- und Wildkräutergarten umzuwandeln. Ziel war es, das Gebiet um eine Vielzahl heimischer Wildpflanzen, Wild- und Heilkräutern, Vogelschutzhecken sowie Nisthilfen für Wildbienen aufzuwerten und artenschutztechnisch aufzubereiten, wozu über 200 verschiedene Pflanzenarten, insgesamt zirka 1.300 Pflanzen, plus über 700 verschiedene Zwiebelpflanzen ausgebracht wurden. Das Areal, das als Permakultur angelegt ist, ist in verschiedene Schaubereiche aufgeteilt: Wildpflanzen- und Heilkräuterbereich, Duftpfad mit tag- und nachtduftenden Pflanzen, Küchenkräutergarten, Wildrosenpfad sowie eine Vogelschutzhecke mit Unterpflanzung. Um die vorhandene Sitzgruppe wurde eine Holzpergola errichtet, bepflanzt mit Kletterpflanzen zur natürlichen Beschattung.

Wildkräutergarten Eisental  Wildkräutergarten Eisental  Wildkräutergarten Eisental  Wildkräutergarten Eisental
Aus Affental wird Schlaraffental: Einer Familie in Bühl-Eisental gelingt die grundlegende Umgestaltung ihrer ehemals konventionell bewirtschafteten 6.000 Quadratmeter großen Rebfläche zu einem artenreichen und permakulturell bewirtschafteten Waldgarten. Seit 2019 wurde die Fläche durch die Pflanzung von 80 Bäumen erweitert, darunter 50 verschiedene Sorten von Apfel, Kirsche, Birne, Reneklode, Aprikose, Pfirsich sowie auch alte Sorten und Hochstammbäume. Ziel der Maßnahme ist es, Natur und Lebensraum zu schaffen, natürlich zu bewirtschaften und durch ein wachstumsfreundliches Mikroklima den Klimawandelfolgen zu trotzen.

Permakulturparadies Schlaraffental  Permakulturparadies Schlaraffental

Permakulturparadies Schlaraffental  Permakulturparadies Schlaraffental  Permakulturparadies Schlaraffental
Im Jahr 2018 steigt eine Familie aus Bühl-Kappelwindeck um auf Solarstrom vom eigenen Dach. Die bestehende Photovoltaikanlage wurde ergänzt um einen Batteriespeicher. Seither können jährlich zirka zwei bis drei Tonnen CO2 durch die Bereitstellung und Nutzung der Kombianlage eingespart werden.

Privater Sonnenstrom und -speicher  Privater Sonnenstrom und -speicher