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Wortfetzen und viel Farbe


Sein Metier ist die Farbe, seine Werke erzählen eine Geschichte und sein Schaffen ist geprägt von Vielseitigkeit und Experimentierfreudigkeit. Die Rede ist von Rainer Braxmaier. Der Künstler aus Oberkirch präsentiert seine Werke ab Freitag, 8. November, im Bühler Friedrichsbau, Friedrichstraße 2. „Meldungen zur Kunst“ lautet der Titel der Ausstellung, die bis zum 1. Dezember zu sehen sein wird. Sie zeigt einerseits die neuesten Zeichnungen und Gemälde Braxmaiers, spielt zum anderen auf das enge Verhältnis des Künstlers zum geschriebenen Wort an.
 
Bei der Vernissage am 8. November ab 19:00 Uhr begrüßt Bürgermeister Wolfgang Jokerst die Gäste. Ernst W. Schneider aus Ottersweier, in dessen Galerie Rainer Braxmaier immer wieder ausstellt, kennt den Künstler und seine Arbeit seit vielen Jahren. Er führt in die Ausstellung ein.

„Das zentrale Element in Braxmaiers Gemälden ist unverkennbar die Farbe: mal dünn und lasierend, mal dickflüssig-pastos mit heftigen, dynamischen, weit ausgreifenden Bewegungen auf den Untergrund gebracht – häufig ohne die traditionellen Hilfs- und Arbeitsmittel des Malers“, beschreibt Kunsthistorikerin Judith Neumann die Arbeiten des gebürtigen Baden-Badeners. Er setze die Farbe nicht symbolhaft oder als illusionistisches Medium zur Nachahmung oder gar Illustration der Wirklichkeit ein, sondern als aktive Kraft der Bildgestalt, ergänzt sie.
 
Neben der Farbe ist die Schrift ein weiteres wichtiges Bildelement bei Braxmaier – sei es als vorhandene Schrift auf wiederbenutzter Pappe oder als Handschrift des Künstlers. Häufig lässt er Wortfetzen oder ganze Textzeilen in seine Gemälde und Zeichnungen einfließen, die einen Hinweis geben auf das Thema des Werkes. 
 
Braxmaier hat nicht nur in der hiesigen Region als Maler einen Namen: Durch seine vielen Ausstellungen ist er international bekannt und erhielt beispielsweise 1986 den Kunstpreis „Künstler in Baden-Baden“ und 1991 den Regio-Preis für Bildende Kunst in Freiburg. 

Neben der Ausstellung findet obendrein am Sonntag, 24. November, ab 11:00 Uhr im Friedrichsbau ein Künstlergespräch statt. Unter dem Motto „Von einem, der auszog, das Malen zu lernen“ wird sich der bekannte Rundfunkjournalist Pit Klein aus Affental nicht nur mit Rainer Braxmaier über dessen praktische Arbeit unterhalten, sondern ihm sicher auch die eine oder andere „Meldung zur Kunst“ entlocken.
 
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16:00 bis 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr. Vom 13. November bis 15. November bleibt der Friedrichsbau geschlossen. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Weitere Informationen zum Künstler unter www.braxmaier.de


Rainer Braxmaier
Mal dünn und lasierend, mal dickflüssig-pastos: Das zentrale Element in Rainer Braxmaiers Gemälden ist die Farbe. Foto: Promo
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl