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Beraten, vermitteln, fördern


Tanja Beier berät. Sie vermittelt. Fördert, organisiert und begleitet. Das sind nur ein paar Attribute, die die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bühl für ihre neue Tätigkeit mitbringen muss. Seit Oktober ist Beier nun im Amt, und eines ist ihr direkt bewusst geworden: "Die Aufgaben einer Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sind vielfältig und umfangreich."

Beier, die 1997 bei der Stadt Bühl zunächst ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten und anschließend zur Verwaltungsfachwirtin absolvierte, besetzt nach einer zweijährigen Elternzeit die Stelle der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. "Es gibt nur wenige Arbeitsfelder, die keinen geschlechterspezifischen Aspekt aufweisen", erklärt sie. Baier kann überall dort tätig werden, wo eine Gleichstellungsrelevanz erkennbar ist. Sie kann somit durchaus als "Anwältin für Geschlechtergerechtigkeit" angesehen werden - und das sowohl innerhalb der Stadtverwaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Dieses Grundrecht ist im Artikel drei Absatz zwei des deutschen Grundgesetzes verankert. Auf kommunaler Ebene setzt sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte dafür ein, dass dieses verfassungsrechtliche Gebot auch beachtet und verwirklicht wird.

Tanja Beier ist Ansprechpartnerin für Rat suchende Bürgerinnen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Sie vermittelt Hilfesuchende an zuständige Stellen und Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Sie fördert die berufliche Chancengleichheit innerhalb der Stadtverwaltung und erarbeitet Vorschläge zur Förderung der Gleichberechtigung der Frau in Familie, Gesellschaft und Beruf sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und sie vertritt den gleichstellungspolitischen Grundsatz in Arbeitskreisen, weist auf Unterschiede sowie gegebenenfalls bestehende Defizite hin und gibt Handlungsempfehlungen.

"Dass in der zivilisierten westlichen Welt Menschen benachteiligt werden wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihres Geschlechtes. Dass Frauen aller Altersgruppen und aus allen gesellschaftlichen Schichten physische und psychische Gewalt in der Partnerschaft erfahren. Das sind nur zwei Beispiele, die die Gleichstellungs- und Frauenarbeit betreffen", erklärt Beier. Beratung, Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit seien dringend erforderlich: "Die Gesellschaft ist noch weit entfernt von Artikel 3 des Grundgesetzes. Hier beginnt meine Arbeit."

Für die Zukunft stellt sie sich vor, verschiedene frauenspezifische Veranstaltungen wie Fortbildungen, Beratungsangebote oder Workshops für Mädchen oder Frauen zu organisieren. "Ich möchte zudem mit spezifischen Frauengruppen in der Region sowie mit Kolleginnen von anderen Kommunen eng zusammenarbeiten", erklärt Beier.

Zu erreichen ist sie dienstag- und donnerstagvormittags sowie mittwochs ganztägig, Telefon (0 72 23) 9 35-2 45, E-Mail: t.beier.stadt@buehl.de

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bühl: Tanja Beier
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl