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Gehwegparken ist kein Kavaliersdelikt


"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dem überhandnehmenden Gehwegparken entgegenzuwirken. Die Autofahrer sollen sensibilisiert werden, den Gehweg mit ihrem Fahrzeug nicht in Beschlag zu nehmen", sagte Jürgen Pfetzer, Bürgermeister von Ottersweier anlässlich des Aktionstags gegen das Gehwegparken im vergangenen Herbst. Der Ortschaftsrat Neusatz und die Arbeitsgruppe Verkehr nimmt diese Gedanken auch auf und möchte mit Hinweiszetteln darauf hinweisen.
 
Falschparker werden bei den Aktionen des Ortschaftsrates und der Mitglieder der Arbeitsgruppe Verkehr nicht mit einem Bußgeld verwarnt, sondern mit Handzetteln auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Auf der Vorderseite werden die Falschparker auf die Risiken des Gehwegparkens für andere Verkehrsteilnehmende und auf die Beachtung der Straßenverkehrsordnung aufmerksam gemacht. Auf der Rückseite wird anhand zweier Fotos aufgezeigt, wie geparkt werden darf und wie nicht.
 
Das Gehwegparken ist nach der Straßenverkehrsordnung explizit nicht erlaubt. Das Verwarnungsgeld beträgt eigentlich bei verbotswidrigem Parken auf dem Gehweg 20 Euro und falls länger als eine Stunde geparkt wird 30 Euro. Sofern jemand behindert wird, erhöhen sich die Beträge um nochmals fünf Euro. Für den fließenden Verkehr bringt diese Art zu Parken auch keine Vorteile, da auf Grund der verbleibenden Straßenbreite, besonders in Wohngebieten, kein Begegnungsverkehr möglich ist. Solche falsch abgestellten Fahrzeuge können obendrein dazu führen, dass andere Verkehrsteilnehmende auf die Straße ausweichen müssen. Dadurch wird das Unfallrisiko erheblich erhöht.

Häufig wird die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmenden gefährdet. Insbesondere Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit Handicap (zum Beispiel Sehbehinderte), Personen mit Rollstühlen oder Rollatoren, Kinder mit dem Fahrrad oder auch Senioren sind davon betroffen und haben durch "Falschparker" immer wieder Schwierigkeiten, sich auf den Bürgersteigen problem- und gefahrlos zu bewegen. Im Sinne der Verkehrssicherheit und der Barrierefreiheit besteht daher Handlungsbedarf.
 
Die nutzbare Gehwegbreite wird jedoch auch durch überhängende Sträucher reduziert. In der kalten Jahreszeit ist die beste Gelegenheit den Bewuchs entlang des Gehwegs auf zirka zehn Zentimeter hinter der Grundstückgrenze zurück zu schneiden. Somit können sich die Hecken im Frühjahr wieder bis zum Gehweg entfalten und der Anblick wird mit neuem saftigem Grün belohnt.

Auto parkt auf Gehweg
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl