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Stadt würdigt Ehrenbürger


Otto Stemmler wäre am Sonntag, 19. Juli, 150 Jahre alt geworden. Am Montag, 20. Juli, gedachten Oberbürgermeister Hubert Schnurr, Bürgermeister Wolfgang Jokerst und der Neusatzer Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem des Ehrenbürgers mit einer Kranzniederlegung an dessen Grab auf dem Neusatzer Friedhof.
 
Wegen seiner Verdienste um die Erforschung der Geschichte seiner Heimatgemeinde Neusatz wurde Stemmler 1955, an seinem 85. Geburtstag, zum Neusatzer Ehrenbürger ernannt. Obendrein wurde auch eine Straße in Neusatz nach ihm benannt. Mit der „Geschichte der altbadischen Gemeinde Neusatz (Amt Bühl) mit Waldmatt“ veröffentlichte Stemmler 1948 die bis heute umfassendste Abhandlung über die Ortsgeschichte.
 
Nach seinem Studium der klassischen Philologie in Freiburg erhielt Stemmler 1895 in Karlsruhe seine erste Anstellung als Lehramtspraktikant. Nach einer Zwischenstation in Villingen übernahm er 1907 in Buchen seine erste Direktorenstelle. Bis 1933 war er außerdem noch in Singen und Ettenheim tätig, ehe er in den Ruhestand trat und sich in Freiburg niederließ.
 
Dort widmete er sich seinen Forschungsarbeiten zu heimatgeschichtlichen Themen, die er bereits neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Schuldirektor betrieben hatte, und veröffentlichte Arbeiten zum Wasserschloss in Neusatz sowie zum Windecker Forst. Als die Stadt Freiburg 1944 bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört wurde, zog Otto Stemmler zurück in seinen Heimatort Neusatz, wo er bis zu seinem Tod am 6. März 1961 lebte.

Kranzniederlegung am Grab von Otto Stemmler
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl