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Ein Hauch „Novemberlicht“


Novemberabende statt „Novemberlicht“: Eigentlich wollte die Stadt Bühl auch in diesem Jahr gemeinsam mit den Umlandgemeinden und Kommunen im Elsass ein umfängliches Kulturprogramm auf beiden Seiten des Rheins anbieten. Allerdings sind die badischen Partner der Veranstaltungsreihe letztlich übereingekommen, auf ihre Gastgeberrolle unter Corona-Bedingungen lieber verzichten zu wollen. „Für kleinere Gemeinden ist es ein hoher Aufwand, eine Veranstaltung coronakonform mit einem ausgearbeiteten Hygienekonzept durchzuführen“, zeigt Bühls Bürgermeister Wolfgang Jokerst Verständnis für die Entscheidungen in den Rathäusern von Bühlertal, Lauf, Lichtenau, Ottersweier, Rheinmünster und Sasbach. Ein Hauch des „Novemberlichts“ soll aber dennoch leuchten.
 
Im Bürgerhaus Neuer Markt, wo durch die ohnehin stattfindenden Theater- und Konzertaufführungen eine professionelle Grundlage vorhanden ist, werden insgesamt drei Veranstaltungen unter dem Titel Novemberabende angeboten. Den Auftakt markiert traditionell Jörg Kräuter. Der Bühler Kabarettist steht am 7. November, 20.00 Uhr, gemeinsam mit Jean-Pierre Albrecht auf der Bühne. Albrecht singt und erzählt in elsässischer Mundart, begleitet durch Instrumente wie der Gitarre, aber auch den etwas ausgefalleneren wie der Drehleier, das Psalter, der keltischen Harfe oder dem vogesischen Scheitholz.
 
Am 21. November, 20.00 Uhr, präsentiert dann das Baal-novo-Theater Eurodistrict Baden Alsace mit „Marlene Piaf – das Leben zweier Diven“ einen dramatischen Liederabend voller Höhen und Tiefen. Unter der Regie von Edzard Schoppmann spielt, singt und erzählt das Ensemble in einem szenischen Bilderbogen vom Aufstieg und Fall zweier schillernder Showgrößen. Vier Tage später, 25. November, 20.00 Uhr, beschließt Gunzi Heil die Novemberabende. Der „semmelblonde Schlacks“ und mehrfache Kleinkunstpreisträger des Landes ist freilaufender Kabarettist, Musiker, Parodist, Puppenspieler – und am liebsten alles gleichzeitig. Die Tickets kosten jeweils 12 Euro und sind ab 12. Oktober im Bürgerhaus Neuer Markt, Europaplatz, Telefon (0 72 23) 9 31 67 99, erhältlich. Die Infothek hat wie folgt geöffnet: Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag, 9.00 bis 12.30 Uhr, Dienstag, 14.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag, 14.00 bis 18.00 Uhr.
 
Auch im Elsass hat sich das eigentlich vorgesehene Programm auf zwei Veranstaltungen reduziert: die „Bilingual Show“, ein zweisprachiges französisch-elsässisches Stück von Guy Lafuente am 13. November in Drusenheim, und die Philharmonie de Poche mit einem klassischen Robert-Schumann-Konzert am 15. November im Stadttheater von Haguenau. Es soll sich aber weniger an auswärtige Gäste richten. „Auch wenn das Elsass aktuell nicht als Risikogebiet eingestuft wird, empfehlen wir, dass die Bürger Besuche jenseits des Rheins abwägen und auf ihre Notwendigkeit hinterfragen“, erklärt Jokerst. „Es ist schade, dass wir ausgerechnet im 25. Jahr auf das Novemberlicht im ursprünglichen Format verzichten müssen“, bedauert der Bürgermeister. „2022 aber möchten wir zu den gewohnten badisch-elsässische Kulturtagen zurückkehren. Darin sind sich alle Partner der Veranstaltungsreihe einig.“
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl