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Mittelbaden wird Bio-Musterregion


Mittelbaden darf sich zukünftig als Bio-Musterregion bezeichnen. Der Antrag der "Initiativgruppe Biomusterregion Mittelbaden+" (IBM) ist vom Land Baden-Württemberg abgesegnet worden. Das hat das Landwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche bekannt gegeben. Die Region umfasst den Landkreis Rastatt, den Stadtkreis Baden-Baden und den Ortenaukreis. Die Stadt Bühl ist Lead-Partner der Initiative und agiert damit stellvertretend für die Region.

Ziel der Bio-Musterregionen ist es, die regionale Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und Außer-Haus-Verpflegung zu steigern und den Ökolandbau so zu fördern. "Die Bio-Musterregionen sollen künftig den Ökolandbau in Baden-Württemberg weiter stärken und wertvolle Impulse für das ganze Land setzen", erklärt Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Nicht zuletzt seien kurze Wege auch ein wichtiger Beitrag für mehr Klimaneutralität. Ein Aspekt, der in Bühl, nicht zuletzt wegen der Ausrufung des Klimanotstands 2019, von großer Bedeutung ist. "Die Bio-Musterregion ist eine tolle Möglichkeit, den Landwirten und anderen Erzeugern eine Plattform zur Direktvermarktung zu bieten", betont Oberbürgermeister Hubert Schnurr.

Die Initiative geht auf die Weitenunger Bio-Unternehmerin Helga Decker zurück, die seit Anfang Juli mit Unterstützung des Gemeinwohl-Forums Baden (GFB) die IBM mit mehr als 500 Mitgliedern aus landwirtschaftlichen Erzeugern, Verarbeitern, Vermarktern, Winzern, Imkern, Verbrauchern, Verbänden, Institutionen und zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft aufgebaut hat.

In einem nächsten Schritt beginnt jetzt die Konsolidierungsphase, um die Bio-Musterregion in Mittelbaden schnellstmöglich und breit aufgestellt an den Start zu bringen. Die organisatorischen Strukturen sollen bereits im Januar 2021 an einem runden Tischen mit Kommunen, Verbänden sowie Stiftern beraten werden. Ziel ist es außerdem, einen Lenkungskreis zu installieren, der die Ausschreibung und Entscheidung für das Regionalmanagement vornimmt.

"Es gibt Überlegungen, den Sitz der Musterregion bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Bühlertal anzusiedeln", bestätigt OB Schnurr. Dort ist die regionale Vermarktung schon ein großes Thema. Eine entsprechende Stelle wird vom Land auf drei Jahre mit 75 Prozent der Kosten - 100.000 Euro jährlich - gefördert. Den restlichen Betrag muss die Region aufbringen.
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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl