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Investition in Infektionsschutz


Die Stadt Bühl wird die kommunalen, kirchlichen und freien Kindertageseinrichtungen sowie die Schulen – insgesamt 262 Räume – mit stationären raumlufttechnischen Anlagen (RLT) samt Wärmerückgewinnung ausstatten. Der Gemeinderat gab dem Projekt in seiner Sitzung am Mittwoch, 21. September, den Segen. Für Oberbürgermeister Hubert Schnurr ist diese Investition unvermeidlich: „Diese Anlagen sind eine sehr wichtige Unterstützung, um unseren Kindern und den Lehrkräften einen bestmöglichen Schutz gewährleisten zu können.“

Mit dem einstimmigen Gemeinderat-Beschluss wurde nun eine Maschinerie in Gang gesetzt, die im Beschlussvorschlag der Verwaltung sechs Punkte umfasste – von der Anschaffung der RLT–Anlagen über die Besetzung einer zusätzlichen Personalstelle, einer außerplanmäßigen Ausgabe von einer Million  Euro, die Vergabe der Planungsleistungen an vier Fachbüros bis hin zur Übernahme des Eigenanteils der kirchlichen Träger und die Ausnahmeregelung für mobile Raumluftfilter sowie den Kauf weiterer CO2-Ampeln, soweit nötig. Da gibt es dann Landesmittel, die beantragt werden.

Rund 6,5 Millionen Euro werden für die Ausrüstung der Kitas und Schulen mit RLT-Anlagen, die zur Reduktion des Viren-Anteils in der Raumluft beitragen, investiert. Einen Zuschuss über knapp 4,7 Millionen gibt es dafür aus einem Förderprogramm des Bundes, sodass die Kommune rund 1,9 Millionen Euro tragen muss. Die freien und kirchlichen Träger erhalten knapp 1,3 Millionen Euro vom Bund. Den für die Träger verbleibenden Eigenanteil von 252.000 Euro übernimmt die Stadt. Damit die Fördergelder nicht verfallen, müssen die Anlagen bis spätestens 16. Juli 2022 in Betrieb gehen – diese Frist hat der Bund gesetzt.

Als eine der ersten Kommunen im Landkreis hat die Stadt Bühl für alle städtischen Schulen und Kitas die Förderung beantragt und zudem mit den Kindertageseinrichtungen der kirchlichen und freien Träger vereinbart, dass auch diese entsprechenden Anträge einreichen. Und wie sich jetzt zeigt, hat sich das schnelle Handeln gelohnt – gilt bei der Vergabe der Förderung doch das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“: Alle von der Verwaltung gestellten Anträge beim Bund wurden bewilligt.

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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl