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Orangene Gebäude und Fahnen am Jägerkreisel


Erstmals beteiligt sich die Stadt Bühl am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen an der Fahnenaktion der gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation „Terre des Femmes“. Am heutigen Donnerstag haben die städtische Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Marie Kämpf und Bürgermeister Wolfgang Jokerst am Jägerkreisel zwei Flaggen mit der Botschaft „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst. Die Fahnen hängen dort nun bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. „Wir wollen damit zum einen die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren, zum anderen aber auch ein klares Nein gegen Gewalt an Frauen setzen“, betont Jokerst.

Seit 2001 ruft „Terre des Femmes“ zu dieser Aktion auf. Mehr als 8.500 Fahnen werden seither weltweit am 25. November gehisst. Gemeinsam möchten man darauf aufmerksam machen, dass Gewalt an Frauen täglich und meist im Verborgenen geschieht. Jede dritte Frau in Deutschland hat schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Oft schweigen die Opfer, aus Angst, Scham, oder weil sie nicht wissen, wo wirksam Hilfe geleistet werden kann.

Neben der Fahnenaktion beteiligt sich die Stadt am heutigen Donnerstag erstmals auch an der weltweiten Beleuchtungsaktion „Orange your City", die in der hiesigen Region vom Zonta-Club Baden-Baden koordiniert wird. Dabei werden rund um den Globus Gebäude und Wahrzeichen orange beleuchtet, um auf das Thema „Gewalt an Frauen“ aufmerksam zu machen. In Bühl werden heute von 17:00 bis 22:00 Uhr der Kirch- und Marktplatz sowie der Kaufladen des Stadtmuseums orange angeleuchtet. Außerdem nehmen der Weltladen in der Eisenbahnstraße und das Restaurant Adler in Ottersweier an der Leuchtaktion teil.

Die Stadtverwaltung ruft in diesem Zusammenhang alle Bühler Bürgerinnen und Bürger, Geschäfte und Gastronomiebetriebe dazu auf, heute Abend ihre Fassaden oder Fenster ebenfalls orange zu beleuchten und so ein klares „Nein" gegen Gewalt an Mädchen und Frauen auszusprechen. Dazu kann man unter anderem eine orangene Birne tauschen, eine hitzebeständige Folie über Strahler anbringen oder orangefarbene Laternen aufhängen.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte bei der städtischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen. Zu erreichen ist Marie Kämpf dienstags und donnerstags ganztägig sowie mittwochs von 8:00 bis 12:00 Uhr, Telefon (0 72 23) 9 35-2 45, E-Mail: gleichstellung@buehl.de. Obendrein wird beispielsweise mit Flyern des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen sowie einem Infoblatt für den Landkreis Rastatt, das gemeinsam von den Gleichstellungsbeauftragten der Region zusammengestellt wurde, über Hilfsangebote und Anlaufstellen aufgeklärt – diese werden unter anderem in den Bühler Rathäusern, in der Mediathek und im Bürgerhaus Neuer Markt ausliegen.

Informationsflyer (PDF)

Bürgermeister Wolfgang Jokerst und die städtische Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage Marie Kämpf beim Hissen der Fahne von „Terre des Femmes“ am Jägerkreisel.

Bürgermeister Wolfgang Jokerst und die städtische Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage Marie Kämpf beim Hissen der Fahne von „Terre des Femmes“ am Jägerkreisel.

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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl