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„Poetisches“ aus Teichfolie


Teichfolie ist reißfest, elastisch und alterungsbeständig. Nina Joanna Bergold macht sich diese Materialeigenschaften in ihrer Kunst zunutze. Bis 14. August sind ihre Folieninstallationen im Friedrichsbau zu sehen. „Mit Schere und Teppichmessern lässt Nina Bergold aus diesem Werkstoff raumgreifende Universen entstehen“, führte Simone Demandt bei der Vernissage aus.

Zwei Werke der Künstlerin, die vom Künstlerbund Baden-Württemberg einen Förderpreis verliehen bekommen hat, dominieren den Friedrichsbau: eine gigantische schwarze Folieninstallation zwischen Eingangsbereich und Saal sowie, als Kontrast, große türkisblaue „Segel“ im Zentrum des Raums – Zeichnungen auf leichtem Baumwollstoff, der sich in oval anmutende Holzrahmen spannt. Kleinere Arbeiten Bergolds an den Wänden fügen sich mit den großen zu einer Gesamtheit, zu einer Unterwasserwelt, in die der Betrachter „eintaucht“.

„Sous-marin“ heißt deshalb die Ausstellung im imaginären Wasserbecken des Friedrichsbaus – wo die aus Folie geschnittenen, zum einen witzig-vertrauten, zum anderen befremdlichen menschlichen oder nichtmenschlichen Wesen spielen, ruhen, zerren oder mit dem Raum, der sie umgibt, zerfließen. Als „poetisch“ bezeichnet deshalb Bürgermeister Wolfgang Jokerst die Ausstellung im Rahmen der städtischen Reihe „Kunst im Friedrichsbau“.

Besichtigt werden können die Werke von Nina Joanna Bergold zu folgenden Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 16:00 bis 19:00 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 11:00 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Zur Finissage am Sonntag, 14. August, ist Bergold nochmals in Bühl. Dann findet um 11:00 Uhr, ebenfalls bei freiem Eintritt, ein Künstlergespräch statt.

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Nina Joanna Bergold macht sich die Materialeigenschaften von Teichfolie für ihre Kunst zunutze.

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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl