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Beispiele sollen Schule machen


Um zusätzliche Plätze zur Unterbringung von Geflüchteten zu schaffen, möchte die Stadt Bühl weitere Kapazitäten aus dem privaten örtlichen Wohnungs- und Gebäudebestand generieren. „Mit der privaten Anmietung haben wir auf beiden Seiten gute Erfahrungen. Verstärkt seit Beginn des Krieges in der Ukraine praktizieren wir dieses Modell“, sagt Oberbürgermeister Hubert Schnurr. Der Rathauschef möchte vorausschauend handeln: „Die Unterbringungskapazitäten sind irgendwann erschöpft. Wir möchten keine Hallen- oder Containerbelegungen und müssen deswegen anderweitig Unterkünfte schaffen.“

Derzeit bringt die Stadt Bühl knapp 500 Obdachlose und Geflüchtete in städtischen sowie privaten Unterkünften unter. In den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises, das Kloster Neusatzeck, die „Blume“ in Rittersbach und die „Krone“ in Oberbruch, wohnen mehr als 200 Geflüchtete. Nach den Berechnungen des Landratsamts muss die Stadt Bühl allein bis Juni monatlich jeweils weitere 14 Geflüchtete aufnehmen. „Wir sind deshalb auf die Mithilfe von Gebäude- und Wohnungseigentümern angewiesen“, verdeutlicht Schnurr. Der OB hofft, dass die bisherigen Beispiele Schule machen und noch mehr Bürger der Stadtverwaltung freien Wohnraum zur Vermietung anbieten.

Gesucht werden insbesondere Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, wobei diese nicht renoviert sein müssen. Der Mietvertrag wird mit der Stadt geschlossen. „Wir treten dabei mit allen Pflichten gegenüber dem Vermieter als Mieter ein, sodass diesem kein Risiko entsteht“, betont Schnurr, und er appelliert: „Helfen Sie durch die Vermietung von Wohnraum an uns mit, diese gemeinsame gesellschaftliche, humanitäre Aufgabe wahrzunehmen.“ Angebote zur Anmietung von geeignetem Wohnraum nimmt das städtische Mietmanagement entgegen: Claudia Goertz, Telefon (0 72 23) 9 35-6 13, und Nicole Goetter, Telefon (0 72 23) 9 35-6 11, E-Mail wohnen(at)buehl.de.

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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl