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Erinnerung an dunkles Kapitel


Beim Mahnmal auf dem Johannesplatz, wo einst die jüdische Synagoge stand, bevor sie 1938 in Brand gesetzt wurde, haben am heutigen Samstag Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Bürgermeister Daniel Fritz, im Beisein von Abraham Steinberg, Bühler Mitbürger jüdischen Glaubens, den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Als Zeichen der Erinnerung legte die Rathausspitze ein Waldgesteck nieder. Für die städtischen Gebäude ist eine Trauerbeflaggung angeordnet worden.

„Mit dem Gedenken der Opfer des Holocaust erinnern wir an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, das sich so niemals wiederholen darf“, betont Schnurr. In Anlehnung an die zehntausenden Bürger, die derzeit bundesweit zu Demonstrationen gegen rechts auf die Straße gehen, ergänzt der OB: „Keine Stimme den Rechtsextremisten. Sie zerstören unsere Demokratie. Jetzt ist die Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen – gegen Gewalt, Diskriminierung, Hass und Hetze.“

Seit 1996 ist der 27. Januar der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Damit wird an die fast sechs Millionen jüdische Menschen erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Europa ermordet worden waren. Auch Menschen aus Osteuropa, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle sowie politisch Andersdenkende gehörten zu den NS-Opfern. Der 27. Januar geht auf das Jahr 1945 zurück, als sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz befreiten.

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Redakteur / Urheber
Stadt Bühl