RegioMORE

Mit dem Leuchtturmprojekt „Regionales Mittlerer-OberRhein Digital Ecosystem“, kurz RegioMORE, möchten die Stadt Bühl, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK GmbH) in der ehemaligen Montagehalle des Projektpartners USM U. Schärer Söhne GmbH ein Innovationszentrum realisieren, das die nötige Infrastruktur schafft zum Experimentieren, zur Digitalisierung und zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. In einem offenen Raum der Begegnung von Wissenschaft und Unternehmertum, unterstützt von der öffentlichen Hand, sollen Mehrwerte und Synergien für alle Beteiligten entstehen.

Das Vorhaben sowie zwei weitere Leuchtturmprojekte der TechnologieRegion Karlsruhe haben am 14. April 2021 eine millionenschwere Förderzusage erhalten: Durch die Auszeichnung beim Wettbewerb RegioWIN 2030 des Landes Baden-Württemberg werden die drei Leuchtturmprojekte in der TechnologieRegion Karlsruhe mit insgesamt 19 Millionen Euro gefördert.

Vertreter der beteiligten Akteure von KIT, TRK, Stadt Bühl und USM.

Was Sie wissen müssen

RegioMORE wird in Bühl, im Süden der TechnologieRegion Karlsruhe, realisiert. Zentraler Standort ist die ehemalige Montagehalle des Projektpartners USM U. Schärer Söhne GmbH in der Siemensstraße. Dem Projekt steht dort eine Nutzfläche von zirka 1.400 Quadratmeter im Erdgeschoss und zirka 330 Quadratmeter im Untergeschoss zur Verfügung. Die Halle bietet eine leistungsfähige gebäude- und informationstechnische Infrastruktur, die bestens mit 5G-Netz und Glasfaserkabelverbindung ausgestattet ist.
RegioMORE möchte die organisatorischen, technischen und infrastrukturellen Grundlagen zum Aufbrechen starrer Wertschöpfungsketten durch die Einrichtung eines digitalen Ecosystems schaffen. Daraus ergibt sich eine höhere Flexibilität, die zu Wettbewerbsvorteilen für die Unternehmen in der Region führen. Das digitale Innovationszentrum steht auf den drei Säulen Campus, Sandbox-Labs und Unternehmertum. Durch die dazugehörige Kompetenz-Triade Lernen-Experimentieren-Innovieren zeigt das Projekt neue Handlungsfelder auf und setzt Wissen und digitale Dienste schnell, pragmatisch und nahtlos in berufliche Qualifikationen und wettbewerbsfähige digitale Geschäftsmodelle zur Stärkung der Region um. Als Raum für Kommunikation, Afterwork-Events und Live-Demonstrationen dient die „Holodeck-Lounge“.

In dem Innovationszentrum sollen unter anderem Präsentationsflächen und digitale Angebote für Aus- und Weiterbildungen entstehen. Außerdem ist ein Coworking-Space geplant – eine Entwicklung im Bereich „neue Arbeitsformen“, bei der beispielsweise Freiberufler oder kleinere Startups in meist größeren Räumen arbeiten und so im besten Fall voneinander profitieren können.
Kernthemen des geplanten Zentrums sollen die E-Mobilität, die Industrie 4.0 und eine Plattform für cybersichere Virtualität und Kommunikation sein. Zu den Schwerpunkten gehören die digitale Bildung und Qualifikation für verschiedene Zielgruppen, Experimentierräume, „Business Corners“ für Unternehmer und eine „Entertainment Lounge“ mit Holodeck – das ist ein Raum, der mittels holografischer Projektion Simulationen und virtuelle Welten erzeugt.
Die finale Antragsstellung wird nun ausgearbeitet, damit die Fördergelder zu Beginn des Jahres 2022 fließen können. Sobald es die Corona-Situation wieder zulässt, wollen die Verantwortlichen Workshops mit den verschiedenen Zielgruppen anbieten, um gemeinsam mit allen Beteiligten an der Digitalisierungsstrategie für die hiesige Region zu arbeiten und um ihnen die verschiedenen virtuellen Realitäten erlebbar zu machen.

Hubert Schnurr, Oberbürgermeister Stadt Bühl:

„Wir sind stolz, dass das Innovationszentrum in Bühl realisiert werden soll. Wir versprechen uns Großes von RegioMORE.“


Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH:

„Der Aufbau des Innovationszentrums RegioMORE ist für die Umsetzung unserer Regionalentwicklungsstrategie mit den Schwerpunkten Innovation und Wettbewerbsfähigkeit ein zentraler Bestandteil. Davon wird Bühl, die Wirtschaftsregion Mittelbaden und die gesamte TechnologieRegion Karlsruhe profitieren.“

Jivka Ovtcharova, Professorin am Karlsruher Institut für Technologie:

„Der Grundgedanke von RegioMORE ist, ein regionales Public-Private-Partnership-Modell zu initialisieren, das Bürgern und mittelständischen Unternehmen Digitalisierungsinhalte vermittelt und Digitalisierungsaktivitäten freisetzt.“

Bernd Wagner, Geschäftsführer USM U. Schärer Söhne GmbH:

„Unsere Halle hat es verdient, hier eine Idee zu entwickeln. Neben der Fantasie von Wissenschaft, Unternehmern und Politik benötigt es auch Mut, solch ein Projekt zu beginnen und umzusetzen“.

Eduard Itrich, Digitalisierungsbeauftragter Stadt Bühl:

„Das in Bühl entstehende Innovationszentrum gibt uns die einmalige Chance die Digitalisierung gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten und unsere Strategie der digitalen Teilhabe für Alle erlebbar zu machen. Als Verwaltung haben wir mit der Videokonferenzplattform Palim! Palim! oder dem Funknetzwerk LoRaWAN bereits erste konkrete Schnittstellen zu den Bürgern geschaffen.“

Corina Bergmaier, Wirtschaftsförderin Stadt Bühl:

„Zahlreiche Unternehmen aus Bühl beziehungsweise der Region konnten bereits für das Projekt gewonnen werden. Nach der erfolgreichen Förderzusage haben zuletzt weitere Firmen ihr Interesse an RegioMORE bei uns bekundet.“

Andreas Bodenmüller, Stellvertretender Geschäftsführer Picosens GmbH:

„Wir haben die Idee von ihren Ursprüngen bis zum heutigen Reifegrad unterstützt und möchten dies auch weiterhin tun. Im speziellen gefällt uns der Transfer neuer Technologien und dem Wissen darüber innerhalb eines Netzwerks. Das Potential liegt dabei im integrativen Plattformgedanken. Wie in der digitalen Welt selbst, erwächst durch die Betrachtung und sinnvolle Verknüpfung vieler Informationen sehr viel mehr Potential für zukunftsrelevante Resultate, als durch eine isolierte Betrachtung weniger Informationen."